Geschichte

 Im Jahre 1892 wurde der Herrihof als Ferienhaus von dem aus Karlsruhe stammenden TextilhĂ€ndler Max Leipheimer erbaut. Der Name Herrihof stammt noch aus der Zeit des Erzbergbaus, als an dieser Stelle – damals direkt am Stolleneingang – der so genannte Herrenhof (ein VerwaltungsgebĂ€ude) stand.

Max Leipheimer war den Todtnaubergern sehr verbunden. Gerade in den Kriegsjahren des 1.Weltkrieges unterstĂŒtzte er die arme Bevölkerung sehr aufopferungsvoll. In seinem Haus fand jeder eine herzliche Gastfreundschaft, egal ob Einheimischer oder so manch anderer Gast.

Auch die Großherzogin von Baden beendete nach einem winterlichen Spaziergang den Tag mit einem Glas Rotwein am warmen Ofen des Herrihofes.

Max Leipheimer war MitbegrĂŒnder des Skiclubs Todtnauberg, einige EhrenĂ€mter wurden ihm verliehen und er wurde zum EhrenbĂŒrger der Gemeinde Todtnauberg ernannt.

Von der Inflation stark angeschlagen, starb er verarmt im Jahre 1936.

Der Ehemann der Großnichte Elisabeth, Dr. Prof. Ludwig LautenschlĂ€ger, erwarb aus dem Nachlass des Verstorbenen den Herrihof. Auch damals diente der Herrihof zunĂ€chst als Ferienhaus und erst durch die Zerstörung ihres Wohnsitzes in Frankfurt im 2.Weltkrieg auch als stĂ€ndiger Aufenthaltsort. Ludwig LautenschlĂ€ger ist auch heute noch den Todtnaubergern durch seine medizinischen Hilfeleistungen ein unvergessener Mann.

Im Jahre 1954 begann die Tochter Armgard SchĂŒle mit ihrem Ehemann den Herrihof fĂŒr HotelgĂ€ste zu öffnen. Nach ihrem Tod 2009 wurde der Besitz unter Denkmalschutz gestellt, von den beiden Familien Jörg/Rosenthal und Fischer gekauft und komplett renoviert. Heute zeigt sich der Herrihof wieder in seiner alten Pracht. Im April 2018 ĂŒbernahm Andres SchĂŒrer, zunĂ€chst als PĂ€chter den Herrihof. Im Jahr 2021 erfolgte der Kauf.